Sawadee-krap!

Es wird gelächelt und es wurde viel gelacht.
Alle meine Gäste kamen mit verschiedenen Flügen pünktlich am Flughafen in Bangkok an und die meisten konnte ich dort persönlich begrüßen. Nachdem alle im Westin Grande Sukhumvit eingecheckt hatten brachte uns später ein gemütlicher 10 Minuten Fußmarsch in das Cabbages & Condoms Restaurant. Kennt man den Hintergrund für den etwas seltsamen Namen des Lokals macht er aber schon Sinn. Das Restaurant gehört einem berühmten thailändischen Arzt, der mit den Einnahmen HIV-infizierten Menschen hilft. Das Besondere ist, dass ein großer Teil der Dekoration ästhetisch mit Kondomen gestaltet ist.

Wie auch die Gäste im letzten Jahr waren alle begeistert von diesem ganz besonderen Ambiente. Und da nur Maren vorher schon Thailand besucht hatte war die Speisenauswahl ideal für die europäischen Gaumen und Mägen. Zu den abschließenden Rechnungen gab es, nicht wie in Thai-Restaurants üblich ein Bonbon, sondern für jeden ein Kondom – die nächste Überraschung.

Nach dem sehr abwechslungsreichen Frühstücksbuffet wurden wir am nächsten Tag mit 2 komfortablen Vans abgeholt und zum Thai Country Club gebracht. Cart und Caddie waren im Package enthalten. Für fast alle Gäste war es eine völlig neue Erfahrung mit Caddies zu spielen … jedoch, wie sich schnell herausstellte, eine angenehme neue Erfahrung.

Der Himmel war bedeckt, sodass es nicht zu heiß war und ein paar wenige Regentropfen sorgten für eine kurze Erfrischung. Der Platz präsentierte sich, wie gewohnt, in einem top Zustand. Nach der Runde hatten wir uns kleine Thaigerichte und Drinks verdient. Zurück ginge es durch den üblichen Stau von Bangkok zum Hotel.

Annähernd die Hälfte der Gäste war mit dem Snack am Golfplatz zufrieden für den Abend und schloss sich mir nicht an zu einem empfohlenen Thairestaurant, dem Monsoon, mitzukommen. Bei golffriends gibt es bekanntermaßen keinerlei Verpflichtung an allen angebotenen Leistungen teilzunehmen.

Am 3. Tag begrüßte uns in der Hotel-Lobby der Reiseführer Roy, den wir auch im letzten Jahr hatten. Auf ging’s zu einem Tagesausflug mit den Highlights von Bangkok: Kanaltour mit einem Langboot, Besuch des Grand Palace, der durch besonderen Sicherheitsmaßnahmen geschützt war, da es einen außergewöhnliche Besucherandrang nach dem Tod des geliebten Königs Bhumibol vor kurzem gab. Wir besuchten den großen liegenden Buddha und die 99 Pagoden im Wat Pho. Kurz vor dem Besuch des Blumenmarkts hatten wir noch eine kurze Mittagspause in einem der kleinen Restaurants am Weg.

Roy hatte interessantes zu erzählen


Im Grand Palace

Zum Ausklang des Tages genossen einige von uns noch die Bar des Sofitel, gleich neben dem Westin. Auf der offenen Terrasse im 32. Stock ist die Aussicht einfach sensationell. Auf dem Weg nach Kanchanaburi ins 5 Sterne Dheva Mantra Resort spielten wir den Suwan Golf & Country Club. Die Caddies erwarteten uns bereits. Carts waren auf dieser Runde nicht beinhaltet und der wunderschöne ebene Platz wäre auch gut zu gehen gewesen. Doch aufgrund der Hitze bevorzugten wieder alle ein Cart zu nehmen. Der Platz wurde 2005 eröffnet und bietet einen schönen Baumbestand, viel Wasser und pfeilschnelle ondulierte Grüns. Speziell diesen mussten einige von uns Tribut zollen.

Caddies haben Spaß mit Falang

Nach der Runde hatten wir ein ausgiebiges Essen im Club, damit wir uns danach gestärkt auf den Weg nach Kanchanaburi machen konnten.
Die beiden Golftage in Kanchanaburi spielten wir auf dem fantastischen Grand Prix Golf Club. Es ist ein neuerer Platz von 2002 in abwechslungsreichem, hügeligem Gelände, ca. 45 Autominuten von Kanchanaburi entfernt. Wer gestern noch die schnellen Grüns beklagt hatte verstand an den beiden folgenden Golftagen auf dem Grand Prix Platz, dass es noch schneller geht. Eine Mitspielerin – den Namen verschweigen wir diskret – schaffte sogar einen Siebenputt … die Arme!

Grand Prix – eine tolle Anlage

Nach der Rückkehr ins Hotel nutzen einige die Zeit für ein paar Schwimmrunden in dem sehr großen Pool und außerdem den einen oder anderen Drink an der Poolbar.
Am ersten Abend hatte ich einen Tisch im Keeree Tara Restaurant am River Kwai und direkt neben der berühmten Brücke gebucht. Ein Ort für Fischliebhaber, die bei den vielen Variationen voll auf ihren Genuss kamen.

Die berühmte Brücke am Kwai

Für den zweiten Abend war die Rice Barqe für das Abendessen gebucht, die zum Hotel gehört und im River Kwai schwimmt. Das Essen war vorzüglich, sodass wir uns entschieden haben für den morgigen Abschlusstag in Kanchanaburi gleich noch einmal zu buchen.
Nach dem Frühstück empfing uns Tourguide Daeng zum Tagesprogramm am Tag 7.

Vom Hotel kommend starteten wir das Programm mit einer Besichtigung des WW2 Kanchanaburi War Cemetery – einem Gräberfeld mit ca. 6.000 Grabsteinen. Sehr bedrückend! Anschließend besuchten wir das gleich daneben liegende Thai-Myanmar Railway Research Centre, das die schlimmen Bedingungen der zum Bau der Bahnstrecke rekrutierten Kriegsgefangenen eindrücklich zeigte.
Wir fuhren zuerst zum Hellfire Pass und gingen entlang der alten Eisenbahnstrecke durch den Urwald. Obwohl es bedeckt war, war es schwül und heiß. Es ging außerdem anstrengende Wege und viele Treppenstufen auf und ab. Wir haben es dann aber doch geschafft und kamen bei unseren beiden Bussen an, die uns zum Mittagessen zu einem Restaurant hoch über dem Fluss brachten. Ein leckeres Thai-Buffet stärkte uns wieder. Dann kam bereits der Zug an, der uns über abenteuerliche Konstruktionen am Fels und über dem Fluss entlang zurück nach Kanchanaburi brachte.

Abenteuerliche Konstruktion

Beim gemeinsamen Abendessen in der Rice Barqe waren alle gut drauf und so kam es wie es kommen musste – wie bei der Gruppe im letzten Jahr wurde aus dem Umstand, dass viele Thais sich mit dem „R“ schwer tun ein Spaß und wir hatten auf einmal einen Loland, eine CaLoline und einen BLuno. Es war ein wunderschöner Abschluss dieses erlebnisreichen Tages und auch der letzte Abend in Kanchanaburi.

Am 8. Tag ging es nach Hua Hin, unserer letzten und längsten Etappe auf der Thailand-Tour. In kaum 3 Stunden gelangten wir zum 5 Sterne-Hotel Hilton Resort & Spa. Mitten in Hua Hin, aber auch direkt am Strand. Zur Akklimatisierung blieb dann die freie Zeit am Nachmittag und Abend. Da wir sehr früh ankamen und daher unsere Zimmer noch nicht bereit waren gab es verschiedene Optionen: entspannen am sehr großzügig angelegte Pool, in einer der vielen Bars gegenüber dem Hotel etwas trinken, Shopping oder wie zwei der Gäste, mir folgten zu einer wunderbaren Fußmassage.
Am ersten Golftag in Hua Hin wurde der Imperial Lake View Resort & Golf Club gespielt. Der Platz liegt landschaftlich sehr schön. Die Grüns sind teilweise sehr klein aber auch sehr onduliert, das heißt, durch die vielen Wellen in den Grüns waren diese sehr schwer zu spielen, obwohl sie bisher die langsamsten waren. Nach den traditionellen Thai-Snacks und Bieren kamen wir recht früh ins Hotel zurück, sodass genügend Zeit für Nachmittags- und Abendaktivitäten war.

„Tradition“ nach der Runde

Am freien Abend gingen nur 4 Gäste mit mir auf den Nachtmarkt. Für alle war es ein sehr interessantes Erlebnis, das mit dem Abendessen gekrönt wurde. Am Rande der vielen Souvenirstände gibt es Lokale, die Ihre Meeresfrüchte wie Hummer, Garnelen, Krebse, Muscheln, etc. vor dem Lokal anbieten und dort auch auf offenem Feuer grillen. Köstlich! Noch ein paar Souvenirs gekauft und es ging zurück ins Hilton.

Am folgenden Tag stand der Black Mountain Golf Club auf dem Programm. Welch‘ ein Golfplatz: die Nummer 1 im Raum Hua Hin und unter den Top 5 bis 10 in Thailand. Hügel, Palmen, Bäche, Seen und ein traumhaftes Panorama. Auch heute zeigte sich der Platz in seiner vollen Schönheit, aber auch mit seinen Herausforderungen. Die Caddies hier haben eine hervorragende Ausbildung und es lag eigentlich nur an uns, wenn die Birdies und Pars einfach nicht fallen wollten. Spaß hatten aber alle, wie immer.

Black Mountain

Auch an diesem Abend bildeten sich wieder kleine Gruppen der Gäste, die je nach Präferenz das entsprechende Speiselokal auswählten oder aber eine Thai-Massage bevorzugten. Das Schöne am Hilton in Hua Hin ist, dass jeder in ganz kurzer Gehentfernung auf seine Kosten kommen kann. Geselligkeit in der Golfgruppe, aber auch Individualität zeichnen golffriends und Hua Hin aus.
Der 11. Tag stand dann ohne Programm voll zur freien Verfügung. Relaxen, Bummeln, Beachen, Shoppen ….. Punkt!
Der Banyan Golf Club am nächsten Tag hat den meisten Teilnehmern der Reise am besten gefallen. Eine hügelige Landschaft in ehemaligen Ananasplantagen und top Platzzustand.

Immer wieder eine Herausforderung – Loch 10 in Banyan

Das Abschluss-Dinner haben wir spontan auf den heutigen Abend vorgezogen, damit auch Caroline in den Genuss kommen konnte. Sie wäre ansonsten am geplanten Termin bereits auf dem Weg zum Flughafen Bangkok gewesen. Im rustikalen Fischrestaurant Chaolay wurden unsere Gaumen dann mit vielen Köstlichkeiten aus dem Meer verwöhnt.

Unser Abschluss-Dinner im Chaolay

Am letzten Golftag der Reise spielten wir den sehr traditionellen Platz des Springfield Royal Country Club. Nicht so spektakulär wie Grand Prix, Black Mountain oder Banyan, aber landschaftlich sehr schön mit vielen Bäumen, die immer wieder Schatten spendeten. Drei von uns gingen an diesem Tag erstmalig auf diese Rundreise problemlos zu Fuß.

Caddies, heute in Pink, stärken sich für die Runde

Nach der Runde durfte ich Luzia im Namen von golffriends einen Gutschein als Geburtstagsgeschenk überreichen und alle ließen sie hochleben. Nach meiner Abschiedsrede fragten mich einige Gäste sogleich, wann ich die nächste Reise begleiten würde. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Am 14. Tag war dann die Reise leider wieder zu Ende und es gab für fast alle den Transfer zum Flughafen Bangkok und den Heimflug. Es waren wunderschöne 14 Tage in denen wir alle viel Spaß hatten.

Auf die nächsten Reise mit Euch freut sich
Euer Thomas