«

»

Dez 19

Reisebericht golffriends Belek Trophy 2016

Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel. Die Teilnehmer an der golffriends-Belek-Trophy müssen allesamt Engel sein, denn die ganze Woche lachte die Sonne über Belek. Golfspielen auf wunderbar gepflegten Plätzen im T-Shirt und das Anfang Dezember – was will man mehr? Ein schönes Hotel mit Wellnesseinrichtungen wie Hamam und Spa? Und natürlich tolles Essen? Alles da, all inclusive! Beste Voraussetzungen für eine gelungene Golfwoche.

Sonntag, 4. Dezember. Gloria Old Course. Bindfadenturnier

Unglaublich, zu was ein Stück Schnur alles taugt! Weil nach Handicap bemessene Bindfäden zum straffreien Besserlegen (auch im Hindernis, im Wasser oder auf dem Grün) verwendet werden durften, fiel so mancher knapp verschobene Putt (rein rechnerisch) doch noch, wurde mancher Ball von den Baumwurzeln weggeschoben. Nathalie konnte damit sogar ihren Ball aus dem Wasser ins Trockene befördern. Tourguide Andreas machte das anders. Sein Ball war vom 7. Grün wieder zurück ins Wasser gerollt, lag aber dicht am Ufer. Ein entschlossener Schlag ließ das Wasser meterhoch spritzen, aber auch den Ball aufs Grün schnellen. Die nasse Hose und das schmutzige T-Shirt zählten da nicht, zumal die Sonne prächtig herauskam. Golf im T-Shirt am 4. Dezember – so macht das Spaß.

Montag, 5. Dezember, Gloria New Course, Tag1 im Golffriends-Rydercup

Es spielt Team 1 „Feuer“ (Gerd, Rita, Albrecht, Carl und Herbert) gegen Team 2 „Wasser“ (Hubert, Jonas, Nathalie, Astrid und Winfried). Den ersten Flight begleitet Regelexperte Robert, im zweiten Flight ist Albrecht dabei, er war schon bei der Belek-Trophy 2015 dabei. Im dritten Flight wird unter Anleitung von Tourguide Andreas ein Einzel-Lochwettspiel gespielt: Herbert gegen Nathalie. Sie geht schnell „2 auf“ in Führung, aber dem Schweizer gelingt es bis zur neunten die Partie komplett umzudrehen und seinerseits „2 auf“ zu gehen. Auf der 16. Bahn donnert Herbert einen Ball gegen einen Baum. Nathalie will die Chance nützen und legt vor. Leider einen Tick zu weit, denn ihr Ball rollt ins Wasser. Nathalie greift zum letzten Mittel. Schuhe aus und mutig ins Wasser gestiegen. Doch der Ball hüpft gerade mal zwanzig Zentimeter nach vorne. Nathalie verliert das Loch. Damit liegt sie „3 down“ bei noch zwei zu spielenden Löchern. Das Spiel ist aus. Auch das Spiel des Flights 2 ist mit 4 und 3 an der 15 vorbei. Nur der erste Flight mit den Teams Gerd und Winfried gegen Rita und Jonas wird erst auf der 18 entschieden. Team 1 gewinnt „2 auf“. Macht einen Endstand von 3:0 – ein toller Tag für das Team Feuer.

Dienstag, 6. Dezember, Old Course Tag 2 im Golffriends-Rydercup

Heute spielen die Teams Gerd und Carl gegen Hubert und Nathalie, Herbert und Rita gegen Astrid und Winfried. Turnierspannung kommt auf. Am ersten Tag war Team Feuer klar in Führung gegangen, heute holt das Team Wasser auf. 2:1 lautet das Tagesergebnis. Insgesamt steht ein 4:2 auf dem Leaderboard. Aber noch sind wie im echten Rydercup fünf Einzelparteien zu spielen, es gibt also noch 5 Punkte zu gewinnen. Noch ist nichts entschieden. Beim gemeinsamen Abendessen läuft Herbert zu großer Form auf, offenbart Entertainer-Qualitäten. Er erklärt eine Getränkeflasche zum „Binokular mit zwei Linsen von der Weltausstellung im feinen Lederetui.“ Wenn man von vorne hindurchschaue, sei alles vergrößert, schaue man aber von hinten hindurch, sei alles verkleinert. Die damit anvisierte Schwiegermutter werde so klein, dass sie sicher erst in 14 Tagen zu Besuch komme.

Mittwoch, 7.Dezember, Montgomerie Course, freies Spiel

Heute ist turnierfreier Tag, Winfried und Albrecht sowie die Familie Raess machen Ausflüge in die Berge (Herbert: „Sehr lohnend“) oder nach Belek (Winfried: „wenig los“) oder erholen sich am nahen Mittelmeer-Strand. Die restlichen sechs Teilnehmer entscheiden sich, in den Montgomerie Golfclub zu fahren. Driving Range, Pitching- und Puttinggrüns sind in einem solch guten Zustand, dass man einfach ins Schwärmen geraten muss. Auf der Runde verwöhnen immer wieder wunderschöne Ausblicke. Man kann verstehen, woher der Ausdruck Golfplatz-Architekt kommt. Richtig schwer ist die Schlussbahn. Das stark ondulierte Fairway stieg steil zum Clubhaus an, ein riesiger Bunker verteidigt das Grün. Gerd versenkt einen 15 Meter-Putt. „So kann man aufhören“, kommentiert er trocken seine Galavorstellung direkt vor der Clubhaus-Terrasse.

Donnerstag 8. Dezember, New Course. 3. Tag golffriends Rydercup

Jonas‘ 29. Geburtstag, alle singen ihm ein Ständchen, gratulieren ihm herzlich und wir überreichen ihm ein Geschenk. Fünf Einzel-Lochwettspiele stehen an: Hubert gegen Gerd, Jonas gegen Herbert, Nathalie spielt gegen Albrecht, Winfried muss sich mit Carl auseinandersetzen, das Damenduell lautet Astrid gegen Rita. Erst das 18. Loch entscheidet über Sieg oder Niederlage. Rita erwischt einen Traumabschlag, ist „in Regulation“ auf dem Grün. Astrid versucht dagegen zu halten, hat aber Pech. Ihr Ball rollt ins Wasser. Nathalie und Astrid suchen gemeinsam. Ihre Hoffnung: Vielleicht ist ja ein Notschlag aus dem Wasser möglich, vielleicht verschiebt Rita ihren Putt. Indes: Keine Kugel ist zu finden, Astrid muss den Strafschlag hinnehmen. Rita macht den Sack zu und versenkt den Birdieputt. Das nennt man wohl „in Style“ gewinnen.

So enden die restlichen Paarungen: Hubert gewinnt gegen Gerd, Jonas verliert gegen Herbert. Nathalie gewinnt gegen Albrecht, Winfried muss sich Carl geschlagen gegeben. Das Tagesergebnis lautet 3:2 für Feuer, das damit auch im Gesamtergebnis mit 7:4 die Oberhand behält.

Abendessen im italienischen Restaurant L’Ancora. Alle sind begeistert vom festlich gedeckten Tisch, der aufmerksamen Bedienung. Wir golffriends sind traditionell die letzten Gäste im Restaurant und an der Bar. Nach Mitternacht sind die letzten unterwegs ins Bett.

Freitag 9. Dezember. Old course, Einzelturnier mit Stableford-Vorgabe

Alle geben zum Abschluss nochmal ihr Bestes, aber die lange Turnierwoche hat doch sehr gefordert. Gerd musste schon am Morgen zurückziehen. Und auch Hubert ist angeschlagen. Ein Hexenschuss plagt ihn, doch er beißt die Zähne zusammen. „Wenn es um Golf geht“, erklärt er, „kenne ich kein Pardon.“ Er geht an den Start. Aber immer schwerer fallen die Schwünge. Am 9. Loch muss er sich in das Unvermeidliche fügen und aufgeben. Am Abend bei der Siegerehrung in gemütlicher Runde im Café Gloria wird ihm ein Sonderapplaus zuteil.

Die Gesamtwertung aus dem Bindfadenturnier und dem Stableford-Turnier: Astrid wird Dritte, Jonas kommt auf Platz zwei. Die strahlende Siegerin Rita erhält einen donnernden Applaus und ihren wohlverdienten Preis, ebenso wie Jonas und Astrid. Und auch Gerd, Rita, Albrecht, Carl und Herbert werden als Mitglieder des siegreichen Rydercup-Teams „Feuer“ gefeiert und beschenkt.

Ein großartiges sechsgängiges Chef-Dinner bildet den Höhepunkt und den Abschluss der Woche. Aus Reiseteilnehmern sind sprichwörtlich golffriends geworden, lange wird noch gefeiert, obwohl die Ersten am nächsten Morgen um 5 Uhr abreisen werden. Umarmungen reihum, der Abschied fällt schwer. Schnell noch Adressen getauscht. Noch ein letzter Drink an der Bar, dann ist die golffriends Golfweek – Belek Trophy 2016 Geschichte.

Aber vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen auf einer der nächsten golffriends-Reisen.

Euer Andreas

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.gftravel.com/reisebericht-golffriends-belek-trophy-2016/

3 Kommentare

  1. Reichwald Winfried

    Eine wunderschöne Golfwoche ging viel zu schnell vorbei. Dank einer hervorragenden Organisation durch Andreas
    brachte jeder Tag eine neue Herausforderung mit neuen Flightpartnern und traumhaften Golfanlagen. Es war meine erste Golfreise, es wird aber nicht die letzte gewesen sein. Ein herzliches Dankeschön gilt vor allen Dingen allen Teilnehmern für dieses fröhliche, harmonische und erlebnisreiche Zusammensein in dieser Golfwoche in Belek.

    Winfried Reichwald

  2. Albrecht Schmidtpott

    Auf diese Golffriends-Reise hatte ich mich schon unmittelbar nach Beendigung der letztjährigen Golfwoche im Dezember 2015 gefreut! Die Golfplätze im ausgesprochen guten Zustand! Das Wetter: Sonne, blauer Himmel und angenehme Temperaturen! Das Gloriahotel mit großer Auswahl an wohlschmeckenden Speisen! Spannende Wettspiele unter sehr sympathischen Golfspielern! Harmonisches Miteinander und eine insgesamt sehr gute Organisation, bedeuten für mich, dass ich wieder demnächst dabeisein werde und diese Golffriendsreise, weiterempfehlen werde! Danke Andreas – auch für Deinen tollen Reisebericht!
    Seid Alle herzlich gegrüßt von -Albrecht Schmidtpott!

  3. Gerd Steffens

    Die Belek Trophy 2016 war ein wunderbares Erlebnis für mich! Es hat einfach alles gestimmt: das Wetter war perfekt zum Golfen und Sonnetanken im Dezember bei tagsüber 15 -20 Grad, die Plätze waren wunderschön –
    getoppt vom Montgomerie Course – und alle hervorragend bespielbar und schließlich hatten wir mit unserer kleinen Schweizerisch-Deutschen Truppe begleitet von Andreas, der uns super betreut hat, jede Menge Spaß auch nach den Runden. Dies war ganz sicher nicht meine letzte Reise mit den „golffriends“!
    Danke an alle, die dabei waren!
    Gerd

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>