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Nov 02

Reisebericht golffriends Golfweek Azoren 2015

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Das Archipel der Azoren liegt etwa zwei Flugstunden westlich von Portugals Hauptstadt Lissabon mitten im Atlantischen Ozean. Durch den Golfstrom klimatisch begünstigt, finden Pflanzen vieler Klimazonen sehr gute Bedingungen. Die Symbiose dieser Pflanzenwelt mit den durch vulkanische Kräfte entstandenen steinigen Landschaften verleihen den Azoren ihre nachhaltige Anziehungskraft. Die Gastfreundschaft und der entspannte Lebensstil der Bevölkerung machen einen Besuch dieser Inselgruppe zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Mit diesen Erwartungen starteten wir – insgesamt elf Golfer aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands – von Frankfurt aus mit einem Linienflug der portugiesischen Airline SATA nach Porto Delgada, der größten Stadt auf der Hauptinsel San Miguel.

Nach Übernahme, der durch golffriends gebuchten Autos, traf man sich anschließend zu einem kleinen Welcomedrink in der Bar. Danach ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Dinner im Hotelrestaurant ausklingen. Gleich am ersten Tag war man sich einig, dass ein gemeinsamer „Absacker“ nach dem Essen der Verdauung gut tun würde, der in den folgenden Tagen zur Gewohnheit wurde.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Bags und fuhren zum GC Batalha zu unserem ersten Golftag. Nach etwa einer halben Stunde Fahrtzeit erreichten wir einen der besten Plätze Portugals. Nach Norden hin genießt man den Blick auf das Meer, von wo immer eine steife Brise zu spüren war. Der Wind flachte an von Bäumen und Felsen geschützten Fairways merklich ab, war aber immer noch leicht bemerkbar. Im Osten und Süden gab es die beeindruckende Bergwelt zu sehen, die sich teilweise wie aus dem Nichts emporhob. Der Platz wurde auf vulkanischen Gestein erbaut. Dadurch entstand ein interessanter Kontrast zwischen den grünen Spielzonen und den rauhen Wäldern, die auf steinigem Boden wachsen. Die Löcher sind lang, jedoch breit angelegt. Die Grüns waren teilweise sehr onduliert und beim Lesen der Linie empfahl es sich, dieselbe von mehreren Seiten zu betrachten. Der Platz bestand aus drei unterschiedlichen 9-Loch-Kursen, die allesamt mit einer unterschiedlichen Charakteristik aufwarten. Während der A-Kurs teilweise schwierige Bahnen hatte, kam beim B-Kurs eine hügelige Landschaft zum Tragen. Der C-Kurs bestach durch wunderschöne Bahnen, teilweise mit Doppel-Doglegs, aber zumeist, zumindest für Longhitter, engen Bahnen in oder durch eine Waldschneise. Alle Reiseteilnehmer waren der Meinung, dass der C-Kurs der schönste dieser Anlage war.

Sabine W., Gisela K., Petra F., Fritz K.

Sabine W., Gisela K., Petra F., Fritz K.

Heinz S., Renate S., Uschi S., Wolf M.

Heinz S., Renate S., Uschi S., Wolf M.

Jürgen K., Irene K., Frank (TourGuide)

Jürgen K., Irene K., Frank (TourGuide)

Zu unterschiedlichen Zeiten fuhren wir zurück zum Hotel und trafen uns am Abend wieder im Restaurant, gefolgt von einem gemeinsamen Drink vor dem Zubettgehen.

Sicht auf das Loch 9 des B-Kurses vom Tee (Par 3, 150 Meter)

Sicht auf das Loch 9 des B-Kurses vom Tee (Par 3, 150 Meter)

Der zweite Tag sollte uns auf den Platz des GC Furnas führen. Dieser Platz wurde bereits 1939 vom berühmten schottischen Architekten Mackenzie Ross entworfen. Dieser Platz, der zunächst aus nur neun Löchern bestand, wurde 1986 unter der Leitung des Briten Cameron Powell um neun weitere Löcher ergänzt. Die ursprüngliche Charakteristik des Platzes blieb dabei erhalten. Eine Besonderheit enthält der Platz allerdings: Die Driving Range befindet sich direkt neben dem vierzehnten Abschlag. Übende müssen Abschlagenden den Vorrang geben. Es empfiehlt sich, als Spieler an dieser Bahn mit weißen Bällen abzuschlagen, damit sie sich von den gelben Bällen der Übungsanlage deutlich abzeichnen.

GC Furnas, aus einem der schön angelegten Fairways

GC Furnas, aus einem der schön angelegten Fairways

Die Gruppe fuhr anschließend zurück ins Hotel, machte jedoch einen kleinen Umweg über den Ort Furnas selbst, der weltberühmt für seine heißen Quellen und Kraterseen ist. Zweiundzwanzig mineralhaltige Quellen im Ort sorgen für eine durchgehend angenehme Temperatur. Furnas ist ein Kurort. Die Quellen speisen das Becken der Kuranlage. Der im Ort befindliche Badesee im Parque Terra Nostra wird ebenfalls von den Quellen mit warmen Wasser versorgt. Der Park ist ein unbedingtes Muss als Rahmenprogramm. Hier gedeihen exotische Pflanzen neben Riesenfarnen. Gerüchten zufolge sollen blonde Menschen beim Baden daraus achten, dass die Haare in dem ganzjährigen 38 Grad warmen Wasser nicht nass werden, da sie sich ansonsten orange färben. Diese Färbung lässt sich offensichtlich nicht auswaschen und muss herauswachsen.

Eine der heißen Quellen mitten im Kurort Furnas

Eine der heißen Quellen mitten im Kurort Furnas

Der schön im Ort angelegte Park in Furnas

Der schön im Ort angelegte Park in Furnas

Das gemeinsame Abendessen nahmen wir außerhalb des Hotels in einem Restaurant namens Cais 20 zu uns. Das Dinner wurde in verschiedenen Gängen kredenzt. Gleich zu Beginn gab es eine Art Muschel, die offensichtlich am Unterboden der Fischerboote hängen und einfach abgenommen werden. Mit einem Spezialwerkzeug entfernte man das rohe Muschelfleisch und verzehrte es zusammen mit dem in der Muschel befindlichen Flüssigkeit. Einige Teilnehmer der Gruppe konnten sich mit dieser – zugegeben experimentellen – Zubereitung der Vorspeise nicht anfreunden und schreckten dann auch vor anderem dargebotenen Meeresfleisch ab. Die „Feinde“ des Verzehrs rohen Fisches gingen dennoch nicht hungrig zurück ins Hotel. Für sie hatte der Wirt Kalbssteaks vorbereitet, die zusammen mit den angebotenen Gemüsen großen Anklang fanden. Der Abschluss des Abends war, wie immer, ein kurzer Besuch in der Bar.

Am dritten Tag stand der erste golffriends Rydercup Turniertag auf dem Programm. Diesmal wieder auf dem GC Batalha. Da die Gruppe sich entschlossen hatte, die ursprünglichen Teetimes zur „High-Noon“-Zeit vorzuverlegen, konnte der Club unserem Wunsch, die Kombination B und C zu spielen, nicht nachkommen. Die Greenkeeper hatten an diesem Tag den C-Kurs im Visier und waren dort mit Reparaturarbeiten zugange. Die Mannschaften spielten an diesem Tag in der Turnierform „Fourball Bestball“. Team 1 ging am Ende mit einer knappen Führung von zwei zu eins in Führung.

Da für den nächsten Tag kein Golf auf dem Programm stand und dieser Tag zur freien Gestaltung genutzt werden konnte, entschloss man sich, das gemeinsame Abendessen im Restaurant San Pedro auf den aktuellen Tag vorzuverlegen. Damit war den Teilnehmern der Reise Ort und Zeit des Abendessens am nächsten Tag freigestellt. Man musste nicht von einer privat organisierten Sightseeingtour zurück ins Hotel hetzen und konnte das Dinner selbst bestimmen. Es war ja nicht klar, wo man sich auf der Insel befand.

„Agua de Pau“ = Der Ort des Hotels

„Agua de Pau“ = Der Ort des Hotels

Auf der linken Seite unser Hotel, Sicht auf den wunderschönen Sonnenuntergang

Auf der linken Seite unser Hotel, Sicht auf den wunderschönen Sonnenuntergang

Wer sich über die Azoren informiert hat, weiß Bescheid, dass dort zirka 250000 Menschen mit etwa 252000 Rindern leben. Die Landwirtschaft ist neben der Touristik eine der Haupteinnahmequellen der Inselgruppe. Und so war es nur logisch, dass die Kalbsteaks, die wir zusammen an diesem Abend einnahmen, zu den besten gehörten, die die Teilnehmer je gegessen hatten. Dieses Restaurant empfiehlt sich durch eine reichhaltige Küche und ein ansprechendes Ambiente. Der portugiesische Fotograf und Künstler Joao Chaves stellte in den Räumen des Restaurants viele seiner toll gemachten Fotografien aus. Der obligatorische Kurzdrink in der Bar schloss auch diesen Tag erfolgreich ab.

Der Donnerstag unserer Reise unterlag der eigenen Planung. Einige wenige trafen sich am Abend in einem kleinen Fischrestaurant am Hafen von Agua de Pao. Frischer Fisch, den die Fischer jeden Tag in der Bucht unweit unseres Hotels fangen, wird mit reichlich Gemüse und Kartoffeln zu einem sensationellen Preis angeboten. Das reichhaltige Angebot überzeugte uns, sodass wir für den Freitag gleich einen Tisch reservierten.

Der zweite Turniertag, der Freitag, auf dem GC Furnas. Wir starteten bei gutem Wetter wieder in drei Flights. Auch an diesem Tag sollten Punkte für den golffriends Rydercup erspielt werden. Allerdings zogen schon kurze Zeit später Wolken auf, die sich in einem waghalsigen Tempo um die Spieler der Reisegruppe hüllten. Nur wenige Minuten nach den ersten Schwaden waren wir alle vollkommen in Wolken gehüllt. Wir mussten das Spiel sogar fünfzehn Minuten unterbrechen, da einige Flights das anzugreifende Loch in zirka 100 Meter Entfernung nicht mehr sehen konnten.  Unglücklicherweise folgte darauf ein feiner Nieselregen, der unser Spiel nachhaltig beeinträchtigte.  Dies war allerdings der einzige „nasse“ Golftag.
Wir kehrten ins Hotel zurück, nahmen ein Bad oder duschten uns heiß und trafen uns anschließend im eben erwähnten Fischrestaurant am Hafen des Orts. Wieder diskutierten wir die Geschehnisse des Tages bei einem kleinen „Scheidebecher“ an der Bar, bevor sich alle müde und schlapp ins Hotelzimmer zurückzogen.

Am Samstag, dem letzten Turniertag, stand Einzellochwettspiel auf dem Programm. Fünf Paarungen waren eingeteilt. Diese sollten in der Kombination A und C auf dem GC Batalha gespielt werden. Der C-Kurs ist wunderschön und könnte gleich mehrere Löcher als so genannte „Signature Holes“ für sich beanspruchen. Das Endergbnis von sechs zu zwei soll hier nur noch der Form halber mitgeteilt werden. Verstärkt durch den Tourguide Frank, der einen verletzten Spieler ersetzte, konnte das Team 1 seinen knappen Vorsprung von Tag eins vergrößern und gewann verdientermaßen die golffriends Rydercup Wertung. Die Siegerehrung im Hotel fand beim gemeinsamen Abendessen statt. Auch an diesem Tag sollte der Schlummertrunk an der Bar nicht fehlen. Allerdings war für den nächsten Tag die Rückreise geplant und die Abfahrt am Hotel war auf 4:30 in der Früh terminiert. Gott sei Dank wurde in dieser Nacht die Zeit von Sommer- auf Winterzeit umgestellt, so dass wir eine Stunde extra Schlaf bekamen. Trotzdem nutzten viele der Reisegruppe den Rückflug um verlorengegangenen Schlaf aufzuholen.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für diese tolle Reise. Wir alle hatten sehr viel Spaß. Das golffriends-Team und auch ich würden uns freuen, wenn wir euch bald einmal wieder auf einer unserer Reisen begrüßen dürften.

Euer Frank.

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