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Nov 26

Reisebericht golffriends Golfweek Gran Canaria 2014

Gran Canaria – 12 Monate bestes Wetter. 365 Tage im Jahr, um Golf spielen zu können. Für Golfer jeder Handicap-Stufe ein unbedingtes Muss. Wer hier noch nicht war, kann das Kapitel Golf nicht abschließen.

So und so ähnlich haben das die 12 Golfer/-innen der diesjährigen golffriends-Reise nach Gran Canaria, unisono bestätigt. Der hier folgende Reisebericht soll die tollen Tage nochmals in Erinnerung rufen und für die kommenden Jahre als Anreiz dienen, ein weiteres Highlight zum eigenen Golferleben hinzuzufügen.

Blick aus dem Sheraton auf den South Course.

Blick aus dem Sheraton auf den South Course.

Die Anreise erfolgte individuell. Das Come Together wurde durch Ute am ersten Abend im Sheraton Salobre vorgenommen. Dieses 5 Sterne-Hotel liegt etwas 35 Minuten entfernt vom Flughafen in Las Palmas. Der Mittelstreckenflug (ca. 4 Std.), den wir alle von unseren Heimatflughäfen machten, war kurzweilig. Es gab viel Zeit zum Lesen oder Musik hören.

Am ersten Abend beschnupperten wir uns alle und es kam schon hier zu ersten Fachgesprächen über das Golfen. Aber auch andere interessante Themen wurden diskutiert. So z.B. die Flighteinteilung für den ersten Golftag am darauffolgenden Tag (Sonntag, 9.11.14).

Gespielt wurde der Old (oder auch South) Course, der zum Hotel gehörte. Ca. 6.700 Meter lang ist dieser Par 71 Kurs von den hinteren Abschlägen. In insgesamt drei Viererflights wurde zur „Prime-Time“ gestartet. Die Gruppe hatte bereits am ersten Tag viel Spaß. Die Halfway-Verpflegung wurde von Ute und mir am 10. Loch persönlich übergeben. Bei sommerlichen 25 Grad war es wichtig ausreichend zu trinken und zu essen.

Das gemeinsame Abendessen wurde im Restaurant im ersten Stock zu sich genommen. Es gab, wie jeden Abend, ein reichhaltiges Angebot an lokalen und internationalen Speisen. Dabei blieben keine Wünsche übrig. An zwei unterschiedlichen Grills wurde das Grillgut nach Wunsch zubereitet. Fisch, Schwein, Rind und Geflügel. Soviel der Magen vertragen konnte. Wer dann noch nicht genug hatte, konnte sich am Dessertbuffet nochmals einen Teller Süßes zusammenstellen. Beim abschließenden (täglichen) Besuch der Bar ließen wir die Erlebnisse des Tages Revue passieren.

Der zweite Golftag führte uns zum Meloneras Golf Course, etwas 15 Minuten mit dem Transferbus entfernt vom Hotel. Das Besondere an diesem Tag war, dass wir ein erweitertes Scramble Turnier gespielt haben. Jeder Flight erhielt ca. einen Meter Schnur, die dazu verwendet werden konnte, zu kurz gelassene Putts abzumessen und ohne Schlagverlust dennoch einzulochen. Dies war jedoch nur möglich, solange der Flight noch „Restschnur“ besaß. Jedes Mal, wenn die Schnur zu Hilfe genommen wurde, musste der abgemessene Abstand von Loch zu Ball abgeschnitten werden. Es war hier also notwendig, dieses Hilfsmittel nur bei Putts/Entfernungen zu verwenden, die sehr knapp vor dem Loch liegen geblieben waren. Das zweite Hilfsmittel war, dass jeder Spieler pro Flight je einen Mulligan zur Verfügung hatte. Als Letztes haben wir uns überlegt, dass jeder Spieler jeweils einmal den Ball aufs Grün werfen konnte, sollte er einmal nicht in Regulation auf demselben gelandet sein. Wer diese drei Mittel geschickt einsetzte konnte durchaus auch einmal ein Ass auf einem Par 3 spielen (Beispiel: Abschlag nicht auf dem Grün, Wurf aufs grün zum Loch (nach dran), die verbleibenden Zentimeter von der Schnur abschneiden). Ein Ass ist nicht gefallen, aber mit dem abgezogenen Team Handicap musste man schon ein 46er Runde spielen, um diesen Wettbewerb zu gewinnen. Wir hatten jedenfalls alle Spaß, auch wenn diese Spielform wohl niemals in den offiziellen Turnierkalender der PGA aufgenommen werden wird.

Der dritte Golftag führte uns auf den North (oder auch New) Course des Sheraton Resorts. Dieser Platz ist etwas trickreicher und so konnten nicht alle Spieler den am Tee 1 abgeschlagenen Ball mit zurück ins Hotel bringen. Der Kurs führt über die hügelige Landschaft der Insel. Die Architekten des Platzes haben eine Meisterleistung vollbracht und die 18 Löcher (Par 70) auf 5.239 Metern untergebracht. Dies klingt jetzt nicht besonders lang, dennoch gilt es an sehr vielen Löchern zum Teil sehr breite Schluchten vom Tee zu überqueren. Diese waren nicht für alle einfach zu spielen. Deshalb sahen wir immer wieder Spieler, die sich anschließend einen Ball in die Dropzone hinter der Schlucht gelegt haben und mit dem „Dritten“ weiter gespielt haben. Hier spielten wir auch unseren ersten Turniertag des golffriends Ryder Cups. Die Mannschaften wurden im Vorfeld von golffriends zusammengestellt (möglichst ausgeglichen nach HDCP). Gespielt wurde eine 2er Best Ball-Runde.

Blick auf eines der einfacheren Löcher des North Courses.

Blick auf eines der einfacheren Löcher des North Courses.

Der vierte Tag stand zur freien Verfügung. 7 Gäste entschieden sich das Hinterland bzw. den Strand in Las Palmas zu begutachten. Der Rest wollte auch an diesem Tag das Golfspiel nicht missen. Und so entschieden wir uns auf den Anfi Tauro Platz zu fahren und buchten Startzeiten für zwei Flights. Dieser Platz liegt etwa 25 Minuten ins Inselinnere und ist malerisch schön gelegen. An vielen Löchern schlugen wir in Richtung Meer ab, das im Hintergrund fast immer zu sehen war. Der Platz bietet eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten und ist sehr oft an einer Seite durch eine Felswand begrenzt und an der anderen Seite des Fairways lauert Wasser, das allerdings zu dieser Jahreszeit nicht zu sehen war, in der Regenzeit aber sicherlich noch furchteinflößender wirken kann.

Am fünften und sechsten Tag spielten wir wieder unsere golffriends Ryder Cup-Runden, je eine auf dem North und eine auf dem South Course. Die Sieger erhielten bei der Siegerehrung am letzten Abend ihre Preise. Auf eine Bruttorede wurde (diesmal) verzichtet .

In den Morgenstunden nach dem Frühstück blieb immer noch ein wenig Zeit ein paar Runden in einem der 7 (!) Poollandschaften zu schwimmen. Das Hotel wurde in die Felswand gebaut. Das größte Becken befand sich im 11. Stock, ganz oben auf dem Berg. Eine kleine Getränkebar lud am Nachmittag zum Entspannen ein. Der wunderschöne Blick auf die Landschaft drum herum verschönerte das Erlebnis weiter. Es hat sich gelohnt hier einmal in den frühen Morgenstunden hinzugehen und den Sonnenaufgang zu betrachten. Ein einmaliges Erlebnis.

Blick über den Pool auf Wasserebene auf eine der vielen Ruheinseln.

Blick über den Pool auf Wasserebene auf eine der vielen Ruheinseln.

Wir alle hatten eine tolle Woche mit viel Spaß und Spiel und freuen uns bereits jetzt auf die nächste golffriends Reise.

Frank

Nachtrag:, „Anmerkung der Redaktion“: wir hatten von Gästen und auch unseren Tour Guides Ute und Frank Rückmeldungen zum Hotel bekommen, die wir weiteren Interessierten nicht vorenthalten möchten. Inwieweit die kritischen Aspekte subjektiv von Relevanz sind, muss jeder individuell für sich selbst beurteilen…. Zur Hotelanlage lässt sich generell sagen: wunderschöne Lage, toll in den Hang gebaut, viel Potential, welches aber zumindest dieses Jahr vom Hotel-Management nicht vollständig ausgeschöpft werden konnte. Aufgefallen ist uns zum Beispiel, dass die interne Kommunikation zwischen den verschiedenen Schichtdiensten innerhalb des Hotels wie auch zwischen Hotel und Golfclub nicht immer reibungslos lief. So war es natürlich toll, dass wir am nächsten Tag jeweils eine neue, volle Flasche Wein erhielten – aber nur weil die angebrochene Flasche vom Vortag nicht auffindbar war… Die im Greenfee inkludierte Halfway-Verpflegung auf den Salobre-Golfrunden werden wir zukünftig aus qualitativen Gründen besser nicht mehr erwähnen und dass Unlimited Range Balls nur 1x pro Aufenthalt statt 1x pro Runde im Preis inkludiert sein sollen, kam nicht nur uns sehr spanisch vor (für die Gäste vor Ort haben wir das dann natürlich spontan und auf eigene Kosten ausgeglichen). So gab es halt ein paar Kleinigkeiten, über die sich ein Teil der Gäste locker hinweg setzen konnten, andere Gäste aber total nervte. Für zukünftige Sheraton Salobre-Gäste können wir auf jeden Fall empfehlen, die Zimmerrechnungen genau zu kontrollieren. So konnten wir feststellen, dass bei einigen Gästen zahlreiche Positionen auf der Rechnung fehlten, bei anderen hingegen zu viele Positionen aufgeführt waren. Das Buffet war sehr reichhaltig und das Essen wurde als sehr gut bewertet. Das Buffetkonzept ist: jeden Tag die volle, sehr große Angebotspalette anbieten. Das kommt natürlich in den ersten Tagen bei allen sehr gut an, wirkt dann mangels Abwechslung und mit zunehmender Dauer für einzelne Gäste aber etwas langweilig.

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