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Jun 16

Reisebericht: Irland-Rundreise 2013

Irland – es war so schööön!

Heute geht leider schon unsere Irland-Reise zu Ende. 14 golffriends aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben es sichtlich genossen und sind nun auf dem Heimweg. Irland bye – bye!

Auch wenn hier in Irland nicht die sommerlichen Temperaturen wie zur gleichen Zeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreicht wurden, hatten wir mit dem Wetter ziemlich viel Glück. Es gab zwar auch regelmässig Regen, doch glücklicherweise hat es uns auf der Runde nie so richtig erwischt. Im schlechtesten Fall mal auf 2-3 Löchern ein wenig nass – das war’s!

Unsere Irland- und Nordirland-Rundreise starteten wir am Sonntag, 9.6.13, in Dublin resp. dem Vorort „Malahide“. Das Grand Hotel Malahide an perfekter Lage direkt am Meer ist nur ca. 4-5 Fussminuten vom Zentrum entfernt. So konnten wir am ersten Abend nach dem Come Together und einem kleinen Lunch im Hotel ganz gemütlich zum Absacker im Gibney’s, dem In-Pub in Malahide, schreiten. Bei prächtigstem Wetter (über 20 Grad, sonnig, wenig Wind), schien in Malahide alles zwischen 2 und 99 Jahren auf den Beinen resp. im Pub zu sein. Spannend zum Beobachten – die familienorienterte Pub-Kultur ist hier nicht mit der unseren zu vergleichen.

Gibney’s Pub

 

Montag, 10.6.13: Mit unserem privaten Bus fuhren wir zum Portmarnock Links GC, nur ca. 10 Fahrtminuten entfernt. Der Portmarnock Links ist ein typischer Links Course, entsprechend viele Dünen, tolle Ausblicke aufs Meer und natürlich auch eine gute Portion Wind haben nicht gefehlt. Das Wetter hat aber toll mitgespielt – der Regen hat uns gänzlich verschont.

Nach einem leckeren Lunch im Clubhaus ging es dann zurück ins Hotel. Später haben wir das Dinner je nach Vorlieben in unterschiedlichen Restaurants eingenommen. Der grössere Teil unserer Gruppe ging ins Greedy Goose. Ein kleines sehr zu empfehlendes Restaurant mit einem speziellen Konzept: hier gibt es alle Speisen in Miniatur. Man bestellt sich deshalb 3 oder 4 Gänge, hat damit ein schöne Vielfalt, aber alles in entsprechend kleineren Portionen. Man könnte es auch als eine Art „Irische Tapas“ beschreiben.

Nach dem Hotel-Checkout fuhren wir am Dienstag, 11.6.13, ins ca. 2¼ Stunden entfernte Hotel Slieve Donnard in Newcastle (Nordirland). Die Fahrt war sehr regnerisch, was uns in unserem Privatbus aber nicht gross kümmerte. Die gemütliche VIP-Bestuhlung mit Tischen schuf zusätzlich eine gemütliche Atmosphäre auch während der Fahrt.

Nach einem kurzen Check-In im Hotel Slieve Donnard ging es dann gleich los zum direkt angrenzenden Royal County Down Golfplatz (RCD). Der RCD ist als bester Links Course weltweit ausgezeichnet und insbesondere für Amerikaner und Asiaten das Höchste der Gefühle. Für Kontinentaleuropäer hingegen ist der RCD trotz seiner Prominenz immer noch eher ein Geheimtipp. Der RCD ist zwar ein Links Course, aber so üppig und farbenprächtig bewachsen, dass er wohl wirklich weltweit einzigartig ist. Er wurde 1891 von Old Tom Morris gestaltet und blieb seither unverändert. Und das spürt man an jedem Loch. Auf dem RCD sind keine Buggies erlaubt, dafür stehen erstklassige Caddies zur Verfügung. Und wer den RCD zum ersten Mal spielt, dem kann ich die Caddies (zumindest einen pro Flight) nur empfehlen, die sind ihr Geld auch wirklich wert! Die ganze Gruppe war beeindruckt und begeistert von RCD. Dies obwohl der RCD wirklich ein sehr herausfordernder Platz ist, und grad wenn man ihn das erste Mal spielt kaum eine Chance hat, sein eigenes HCP zu erspielen.

Am Mittwoch, 12.6.13 fuhren wir mit unserem Bus dann ca. 35 Minuten zum Ardglass GC. Er liegt ebenfalls direkt an der Irischen See – schönste Aussicht stets garantiert. Einige Löcher sind wirklich sehr spektakulär und direkt auf den Klippen. Das Wetter hat prächtig mitgespielt, meistens sonnig und der Wind nur mässig. Kein Wunder, dass am 19. Loch bereits heftig darüber diskutiert wurde, welche der beiden zuletzt gespielten Plätze nun „der Schönere“ sei. Aber letztlich natürlich liegt alles im Auge des Betrachters.

Am 5. Tag, Donnerstag 13.6.13 war dann unser golffreier Tag. Wir fuhren um 10 Uhr von Newcastle los und waren kurz nach 12 wieder in Dublin. Da recht wenig Verkehr war, hat unser Bus-Chauffeur Chris mit uns noch eine kleine Stadtrundfahrt gemacht, ergänzt mit interessanten Kommentaren und Erläuterungen – und einer guten Portion britischen Humors.

Um 13 Uhr sind wir dann in der Jameson Distillery angekommen. Eine interessante Führung mit ebenso interessanten Ausführungen in Deutsch, ein recht clever aufgebautes Whisky Tasting – es war danach jedem klar dass Jameson der beste Whiskey ist 😉 – und letztlich ein leckeres Essen bei Jameson rundeten den Ausflug ab.

Anschliessend ging es weiter und nach ca. 40 Fahrtminuten erreichten wir den imposanten K Club. Kaum jemand, dem hier nicht schon bei der Einfahrt ein „wow“ über die Lippen kam.

 

Die ganze Anlage inkl. dem sehr noblen Hotel ist wirklich beeindruckend. Uns so war es wenig überraschen, dass die angedachte Relax-Pause von vielen golffriends gleich fürs Bälle schlagen genutzt wurde, Stefan und Ulrich haben sogar noch eine schnelle 18 Loch-Runde eingeschoben, andere zumindest einige Löcher. Um 20 Uhr wurden wir dann zum Dinner in die Members Area des Palmer Course Club House geladen und genossen in einem edlem Ambiente ein ausgezeichnetes mehrgängiges Menü.

Am Freitag 14.6.13 spielten wir nun den Smurfit Course, einen der beiden Topplätze des K Club. Er wurde ebenfalls von Arnold Palmer designed und wird als „Parkland Links“ bezeichnet. Wenig Bäume erlauben weite Sichten (und Schläge). Aber Wasser kommt immer wieder reichlich ins Spiel. Wir genossen diese Runde und natürlich war es eine schöne Abwechslung zu den zuvor gespielten drei Links Courses.

Um 17 Uhr stand dann wieder unser Bus bereit und wir wurden nach „Temple Bar“ in Dublin chauffiert. Temple Bar ist nicht etwa eine Bar sondern das Ausgeh- und Vergnügungsviertel von Dublin. Hunderte von Bars, Restaurants, Pubs, etc. sind dort zu finden und es scheint, als ob ganz Dublin Freitag abends dort unterwegs sei. Zum Essen gingen wir ins Gallegher’s Boxty House.

Wie wir anhand der Schlange vor dem Restaurant feststellen konnte, lief dort ohne Reservation gar nichts. Die hatten wir aber natürlich und waren deshalb flugs drin. Auch hier war das Essen ausgezeichnet, und für einige Gäste war es recht überraschend, dass wir stets so gut gegessen haben. Irland ist halt nicht England… Patrick, Daniel und Reiner konnten allerdings das Dessert nicht mehr geniessen. Denn sie hatten sich kurzerhand Tickets für das Robbie Williams-Konzert vor ca. 50.000 Zuschauern in der bekannten O2-Arena besorgt (und waren hinterher begeistert). Um 21 Uhr holte uns unser Bus wieder ab und brachte uns ganz gemütlich in den K Club zurück. Leider hat es an diesem Abend etwas geregnet und so hielt sich die Lust auf „ausgedehntes Bummeln im Regen ohne Schirm“ natürlich Grenzen. Umso entspannter ging es dann anschliessend für Einige an der Bar im K Club zu und her.

So richtig ausschlafen, genussvolles reichhaltiges Frühstück (verlängerte Frühstückszeiten), spazieren gehen im wunderschönen Park des K Club, ein paar private Übungslektionen einschieben oder ausgedehnt das schöne Spa geniessen… war dann am Samstag vormittag (14.6.13) der Plan. Wir konnten es so richtig geniessen und relaxen denn wir hatten für späte Abschlagzeiten ab 14 Uhr gesorgt – und wieder mal den perfekten Wetter-Slot erwischt.

Gab es zu vor und auch danach einige Regentropfen, so genossen wir auf der Runde schönes Wetter, immer trocken, mit spektakulären Szenen zwischen Sonne und Wolken. Der Palmer Ryder Course ist ein prächtiger Parkland Course auf dem 2006 der Ryder Cup ausgetragen wurde. Ebenfalls von Arnold Palmer eigens für den Ryder Cup designt, weist der Platz einige Herausforderungen auf. Wasser kommt fast auf allen Bahnen irgendwie ins Spiel, manchmal auch recht heftig. Die golffriends waren begeistert und ähnlich der Gespräche am 19. Loch nach Ardglass GC wurde auch hier intensiv diskutiert, ob nun der Smurfit Course oder der Palmer Course der schönere der beiden K Club Plätze sei.

Ich war natürlich ganz besonders stolz, dass der K Club eine Bahn des Palmer Course nach mir benannt hat 🙂

 

Um 20:30 Uhr war es dann soweit und wir fanden uns zum Abschluss-Dinner im Restaurant des K Club Hotels ein. Ein erneut leckeres Essen und beste Stimmung rundeten den Abend schön ab. Adressen wurden ausgetauscht und manche führten schon einen regen Austausch darüber, welche der nächsten golffriends-Reisen sind nun eventuell gemeinsam antreten würden.

Ein herzliches Dankschön an alle Gäste! Ihr wart einen tolle Truppe, stets mit bester Stimmung ausgestattet und sehr „pflegeleicht“;-)

Es war aus meiner Sicht eine sehr gelungene Woche. Alle Gäste bedankten sich bei mir persönlich und drückten mir ihre Zufriedenheit aus. Es ist mir dies natürlich eine grosse Motivation für die weiteren golffriends-Reisen und ich freue mich schon heute drauf, dort viele neue wie auch bereits bekannte Gesichter zu sehen 😉

Michael

P.S.: Erste Fotos von der golffriends Golfweek in Irland gibt es hier !

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